D2D Tag 3/13 (von allem mehr)

Start: 09:00 Uhr
Tageskilometer: 88,78 km
Tourenkilometer: 219,42 km
Fahrzeit: 07:06:13 Stunden
Höhenmeter: 853 hm
Etappenziel: Winterberg

Ein nett zubereitetes Frühstück gab mir die nötige Energie für den Start in den Tag.

Die gleiche Prozeduren wie jeden Morgen folgten, bis ich um Punkt 9 Uhr die Aufzeichnung meiner Uhr startete.

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Die ersten Meter war es ganz schön frisch mit 12 Grad. Stehen bleiben…Pulli an…und weiterfahren. Nach 2,5 Kilometern war es zu warm. Stehen bleiben…Pulli aus und weiterfahren. Die dann wieder durch den Fahrtwind einsetzende Kühle ignorierte ich einfach. Auch wenn es nicht wirklich angenehm war. Etwas später ging es.

Die heutige Tour führte mich sehr oft an der Ruhr vorbei – sehr schön. Besonders das dieser Fluss immer schmaler wird, finde ich super faszinierend. Kenne ich doch den Fluss aus Duisburg und Mülheim, wo er doch eine stattliche Breite hat.

Was auch bemerkenswert war, dass ich gefühlt 100x die Ruhr mit den unterschiedlichsten Brücken überquert habe.

Viele unterschiedliche Wege nahm ich unter meine Pneus.

An einem super schönen „Rastplatz“ nahm ich auf einem kleinen Hügel montierten Stuhl Platz und genoss zusammen mit meinem Bike den wunderschönen Ausblick auf die Ruhr, die an dieser Stelle durchzogen von Steinbänken war auf denen Gänse es sich gut gingen lassen. Das Wasser strömte um die Steine herum und plätscherte zur absoluten Entspannung an Uferböschungen. Traumhaft schön. So schön ruhig…

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…bis zwei Radler mich, von dem knapp 20 Meter entfernten Radweg, von dem ich auch zuvor aus der Gegenrichtung gekommen bin, entdeckten und sich beide sehr darüber gefreut haben mein Heckschild zu sehen. Die beiden stellten ihre Räder ab und kamen zu mir.

Wir unterhielten uns übers Radfahren. Sie machten Fotos von dem tollen Ausblick und zogen nach wenigen Minuten weiter.

Jetzt kann ich die Ruhe genießen.

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…bis dann eine 6er- Radtruppe lauthals und auch sichtlich erfreut über den Rastplatz, die Räder vorne abstellten und zu mir kamen. Schön unterhalten haben wir uns übers Radfahren, ein Gemeinschaftsfoto habe ich von den Reisenden vor dem Wasser gemacht. Toll solche Begegnungen und nette Menschen zu treffen. Kurze Zeit später verabschiedete ich mich und fuhr weiter.

An einer Wegesgabelung hielt mich ein älterer Herr mit hölzernen Gehstock an und klärte mich über den von mir gewählten Weg auf. Dort darf auf alle Fälle nicht längs. Dort besteht der Weg nur aus groben Schottersteinen und es wäre zu steile Anstiege. Mit dem Rad und dem Gepäck komme ich nur schiebend voran. (davon wusste aber mein Naviki nichts und wollte mich dort lang führen…erstmalig). Die von ihm beschriebene Richtung schlug ich ein, denn schieben will ich nicht, und fuhr ein gewissen Teil zurück. Ich gehe mal davon aus, dass dealte Man recht hatte, denn zumindest gab es auf dem Weg kein Schotter. Gute Anstiege gab es aber hier. Wer weiß, wie die anderen gewesen wären.

An der kleinen Dorfkirche in Ostwig mit einem plätscherten Brunnen davor wollte ich mein Esszimmer wieder etwas bewegen, um mir Energie für die noch verbleibenden Kilometer zuzuführen. Noch vorher ein Foto und zack wurde ich von einem Bewohner vom gegenüberliegenden Haus angesprochen, ob er nicht für mich ein Foto machen sollte (ich war schneller)

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In Windeseile kam er aus seinem Vorgarten zu mir, schüttelte mir die Hand und wir unterhielten uns. Auch übers Radfahren, aber mehr doch über alle anderen Dinge des Lebens. Er bot mir sogar an die Trinkblase neu zu befallen. Ich wollte nicht. Dennoch mal so richtig nett. So etwas kenne ich aus Duisburg nicht. Auch er wollte mir den Weg zeigen, doch diesmal hörte ich lieber auf mein Navi. Durch die tolle Unterhaltung wollte ich dann doch nicht mehr an diesem Ort die Speise zu mir nehmen. Nah der Verabschiedung radelte ich weiter den nächsten (von gefühlten ganz vielen…und noch mehr) Anstieg hoch und entdeckte eine Bank, die wie für mich gemacht war.

Hier konnte ich mein von zu hause mitgebrachtes (Achtung: der Name ist kein Scherz) Biker-Müsli mit dem soeben gekauften Orangensaft zu mir nehmen. Der eine oder andere denkt sich jetzt bestimmt…wie jetzt? Der nimmt sogar ein Müsli mit auf Reisen? Warum das denn? Ganz einfach…überall sorglos essen, ohne ewig nach einer passenden Möglichkeit zu suchen und viel Zeit dafür verstreichen zulassen.

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Lecker war´s und gab mir die nötige Energie, um die verbleibenden 30 Kilometer zu ertrampeln.

 

Die heute Tour, die mich sehr stolz und glücklich macht, lässt sich so zusammenfassen:

Von allem mehr

  • mehr Kilometer
  • mehr Anstiege
  • mehr Höhenmeter
  • mehr Begegnungen
  • mehr Unterhaltungen
  • mehr grün
  • mehr Ruhr
  • mehr Brücken
  • mehr Anstrengung
  • mehr Berge
  • mehr Kurven
  • mehr Wege
  • mehr Hunger
  • mehr Bundesstraßen
  • mehr Konzentration
  • mehr getrunken
  • mehr geschwitzt
  • mehr Freude und Stolz

Apropos Freude…Ein kleiner Vorgeschmack auf morgen…die nächste Etappe wird von Winterberg zum Edersee gefahren. Warum das eine Freude wird, kannst Du am 4. Tag hier in meinem Blog lesen. Würde mich freuen, wenn Du hier wieder vorbei schaust.

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Vielen Dank für Dein Interesse an meinen Bewegungen und an meinem Blog. Kommentare können gerne eingetragen werden.

Ich wünsche Dir einen schönen Tag und verabschiede mich bis bald,

der bewegte Jürgen

Streckendetails

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