D2D Tag 12/13 (erneutes Glück)

Start: 09:42 Uhr
Tageskilometer: 62,60 km
Tourenkilometer: 825,89 km
Fahrzeit: 06:30:35
Höhenmeter: 649 hm
Etappenziel: Freiberg

Wenn sich Menschen für mein Vorhaben interessieren, ist das schon toll. Wenn sich Menschen dann auch noch aus eigenen Stücken meinem Vorhaben anschließen wollen, sich extra vom Job frei nehmen , ist das schon Megaklasse.

Vor einigen Tagen kam mein Freund Peter nach Winterberg geradelt und hat mich auf dem Weg nach Fritzlar begleitet. Welch ein Glück.

Für den heutigen Tag hat sich Dirk aus der Com im Vorfeld angemeldet mich zu begleiten. Auf dem letzten Com-Treffen in Potsdam gab es ein erstes Treffen und vielleicht 15-20 Minuten die Möglichkeit, dass wir uns unterhielten. Um so größer war die Freude auf die Begleitidee von ihm. Erneutes Glück.

Wie passend, dass ich in dem Hotel in Limbach-Oberfrohna dieses Dekokissen gesehen habe.

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Ein Zeitpunkt, die Adresse waren dank der elektronischen Medien schnell ausgemacht.

Ich plante mein Frühstück extra früh, damit ich frühzeitig vor der ausgemachten Uhrzeit um 10 Uhr mit dem besatteln des Rades fertig bin. Es ertönte hinter mir eine Fahrradklingel. Dirk war 20 Kilometer zu mir hingeradelt und schon da und ich hatte gerade mal eine Tasche angehangen. Seit der Begrüßung unterhielten wir uns und waren sofort auf einer Wellenlänge.

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Das restliche packen des Rades verzögerte sich durchs quatschen ein wenig, dennoch konnten wir gemeinsam noch vor der geplanten Abfahrtzeit losradeln.

Während der Fahrt erzählte er mir von seiner erneuten Müritz-Umrundung, erst vom vergangenen Samstag. Was für eine großartige Leistung von ihm. Wir unterhielten uns übers Laufen, über die gute alte Zeit, über alles Mögliche. Wir unterhielten uns und unterhielten uns. Dirk kommt aus Sachsen und kennt sich bestens hier aus.

In Chemnitz gibt es eine kleine private Brauerei im Aufbau, die er mir unbedingt zeigen wollte. So radelten wir dort hin und es ist wirklich ein absolutes Muss dort vorbei zufahren. In der ehemaligen Germania-Brauerei wurde ein kleiner Teil in diese private Brauerei umfunktioniert und von 2 Brauern geführt. Eine Verkostung fand selbstverständlich auch statt. Es gab ein kühles Zwickelbier. Wow! Was für ein toller Geschmack. Während der Kostprobe erfuhren wir – oder vielmehr ich (Dirk kennt die beiden bereits) wie und in welcher Zeit das Bier in Handarbeit gebraut wird und das die Labels auf den Flaschen selbst aufgeklebt werden. Super Interessant. Ich war total begeistert. Nicht von der Braukunst, sondern auch von der einfachen und schlichten Einrichtung.

Nach der sehr köstlichen und interessanten Pause fuhren wir nach Freiberg. Es ging durch Ortschaften hindurch, an und zum x. Mal über die gleichen Flüsse, durch Waldstücke, steile Abfahrten hinunter und hinauf, ein Teilstück auf dem Flöharadweg, einen anderen Teil auf dem Zschopautalradweg und der Lorenz knallte bei wolkenfreien Himmel mit 27 Grad. Wenn wir stehen bleiben mussten und oder wollten, merkte man sehr schnell wie heiß es eigentlich heute so war. Bei der Fahrt merkt man durch den Fahrtwind nichts oder nur ganz wenig.

Klar, dass Dirks Trinkflasche sehr schnell leer war und er diese nachfüllen musste. Seine Idee diese an einem Garten bei jemanden aufzufüllen wurde leider nicht erfüllt. Es stand irgendwie keiner nirgendwo im Garten. Wie war das noch mit täglich gefühlten Sonntag?

Was aber dann kam, übertraf alles jemals vorgestellte.

In Wegefahrth – ein Ort in ca. 8 Kilometer Entfernung von Freiberg – gab es eine kleine Bäckerei in einem Kreuzungsbereich. Kurz angehalten, Dirk rein, Wasser bekommen und …er wollte mir noch die Dresdener Eierschecke spendieren. Ein Kuchenstück, eine Spezialität. Darauf drehte die Bäckereifachverkäuferin so richtig auf, organisierte in Windeseile 2 Stühle, ein Tisch und brühte uns noch einen leckeren Kaffee auf. Die Stühle und den Tisch stellte sie kurzerhand auf den Gehweg, reichte uns den Kaffee und meinte, dass man, wenn schon Pause macht, dann kann man diese auch vernünftig machen kann.

Einfach klasse. Die Traktoren, LKW´s und Autos fuhren in unmittelbarer Nähe an uns vorbei und wir aßen Kuchen und tranken Kaffee. Echt verrückt, spontan und genial zu gleich. Übrigens diesen Kuchen kann ich nur empfehlen…ist echt lecker.

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Die letzten Kilometer sowie die vorherigen vergingen durch unseren tollen Gespräche wie im Flug und meine Tagesstation war erreicht.

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Nach dem kurzen Check-In, Taschen und Rad verstauen, gingen wir noch zusammen in ein Restaurant am Marktplatz und stießen mit kühlen Getränken auf unsere gemeinsame Etappe an.

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Eine kleine Stärkung in Form von einer Nudel-Gemüse-Pfanne durfte aber auch nicht fehlen. Sein Bahnhof und meine Dusche riefen nach uns und wir beendeten den Tag.

Dirk, nochmals ganz vielen Dank für deine Begleitung und tollen Gespräche. Der Tag hat mir gute gefallen und viel Spaß gemacht.

Hiermit endet meine vorletzte erfolgreiche Etappe. Morgen am 25. August ist es nun soweit und ich erreiche  Dresden – mein Hauptziel meiner Reise von meiner eigenen D2D-Challenge. Die Freude ist riesig, allein schon deswegen, dass meine Frau und ich uns endlich wieder sehen können.

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Vielen Dank für Dein Interesse an meinen Bewegungen und an meinem Blog.

Ich wünsche Dir einen schönen Mittwochabend und verabschiede mich bis zu meiner Zieleinfahrt in Dresden.

der bewegte Jürgen

Streckendetails

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